"Selbst der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt."
Konfuzius
Herzlich Willkommen,
den Schritt zu wagen, sich Hilfe zu suchen, zeugt von Mut und Stärke! Umso mehr freue ich mich, Sie als Bezugsperson eines Kindes oder Jugendlichen oder dich selbst als betroffene Person heute auf meiner Homepage begrüßen zu dürfen.
Als approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin biete ich Verhaltenstherapie in Einzelsitzungen und in Gruppen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr an. Meine Psychotherapie-Praxis befindet sich am Höhenweg 133 im Norden Oberhausens, zwischen Sterkrade, Königshardt und Schmachtendorf.
Die Kostenübernahme erfolgt in der Regel durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung.
Die wichtigsten Informationen über meine Angebote befinden sich auf dieser Website. Jedoch kann keine Homepage das persönliche Gespräch ersetzen. Eine Kontaktaufnahme zur Vereinbarung einer unverbindlichen Sprechstunde ist per E-Mail (bevorzugt) oder Telefon möglich.
Gesetzlich versicherte Jugendliche können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Einwilligung der Eltern psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Bitte zögere nicht, dich zu melden, falls du Infos dazu benötigst.
Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg,
Ihre/Deine Barbara Münnich
Information zur aktuellen gesundheitspolitischen Lage
Liebe Patient*innen, liebe Familien,
vor vielen Jahren habe ich mich bewusst für den Beruf der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und die Niederlassung in einer kassenärztlich zugelassenen Praxis entschieden, weil ich vor allem gesetzlich versicherte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen begleiten und ihnen dabei helfen möchte, wieder Hoffnung, Stabilität und Zuversicht zu finden. Diese Arbeit ist für mich weit mehr als ein Beruf – sie ist eine Berufung. Es ist ein großes Privileg, junge Menschen ein Stück ihres Weges begleiten zu dürfen und mitzuerleben, wie Entwicklung wieder möglich wird. Wer mich kennt, weiß: Dafür setze ich mich jeden Tag mit ganzem Herzen ein.
Die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen rund um das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verfolge ich daher mit großer Aufmerksamkeit und gemischten Gefühlen. Zunächst gibt es eine erfreuliche Nachricht: Im Zuge eines Entschließungsantrages hat der Gesetzgeber beschlossen, dass die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zunächst nicht budgetiert wird. Dies ist ein wichtiges Signal in die richtige Richtung, das zeigt, dass politischer Protest Wirkung entfalten kann.
Allerdings gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Ich erkläre mich an dieser Stelle ausdrücklich mit meinen Kolleg*innen der Erwachsenenpsychotherapie sowie allen anderen Arzt- und Facharztgruppen solidarisch! Deren Leistungen werden ab dem 1. Januar 2027 durch das neue Gesetz einer strikten Budgetierung unterliegen. Das bedeutet, dass die Vergütung künftig aus einem gedeckelten Honorartopf erfolgt und nicht mehr sichergestellt ist, dass jede notwendige und erbrachte Behandlung vollständig vergütet wird. Hinzu kommt, dass mit den Gesetzesänderungen vom 10. Juli 2026 die sogenannte Angemessenheitsprüfung gestrichen wurde. Dieser Mechanismus hatte über rund 20 Jahre sichergestellt, dass die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen eine angemessene Untergrenze nicht unterschreiten durfte. Mit dessen Wegfall entfällt ein wichtiger Schutz für die wirtschaftliche Grundlage vieler Praxen.
Die Auswirkungen dieses Gesetzes werden alle Bürger*innen schmerzlich zu spüren bekommen. Es sind deutliche finanzielle Mehrbelastungen für die gesetzlich Versicherten zu erwarten, während es gleichzeitig massive Einschnitte in der flächendeckenden Versorgung geben wird. Diese Entwicklung trifft auf ein Gesundheitssystem, welches schon heute an vielen Stellen überlastet ist. Der Bedarf an medizinischer und psychotherapeutischer Unterstützung ist unverändert hoch. Ausgerechnet in einer Zeit, in der psychische Erkrankungen zunehmen und der Bedarf an Hilfe wächst, werden die Rahmenbedingungen für die ambulante Versorgung Erwachsener geschwächt.
Was mich dabei besonders bewegt: Es sind nicht Abrechnungsziffern, Honorartöpfe oder Haushaltszahlen, die ich hinter jeder Therapie sehe. Hinter jeder Behandlung steht ein Mensch – ein Kind mit Ängsten, ein Jugendlicher nach einer traumatischen Erfahrung, ein Erwachsener mit einer schweren Depression oder eine Familie, die dringend Unterstützung braucht. Psychotherapie bedeutet, Menschen in einer ihrer verletzlichsten Lebensphasen zu begleiten. Sie darf deshalb nicht zum Spielball kurzfristiger Sparpolitik werden! Langfristig lohnt sich jeder in Psychotherapie investierte Euro nachweislich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von volkswirtschaftlich zwei bis vier Euro, die aus jedem in Psychotherapie investierten Euro werden. Umso unverständlicher erscheinen diese Sparmaßnahmen.
Ich bin überzeugt, dass Gesundheit kein Randthema unseres Systems sein darf. Es ist vielmehr Grundpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Wenn Ihnen eine gute medizinische und psychotherapeutische Versorgung ebenfalls am Herzen liegt – nehmen Sie Kontakt zu den Bundestagsabgeordneten Ihres Wahlkreises auf. Kontaktieren Sie die Mitglieder der Bundesregierung und das Bundesministerium für Gesundheit – persönlich in Sprechstunden, per Telefonat oder per E-Mail. Stellen Sie Fragen, äußern Sie Ihren Unmut und nehmen Sie an öffentlichen Debatten teil. Politische Entscheidungen verändern sich oft erst dann, wenn deutlich wird, welche konkreten Folgen sie für das Leben der Menschen haben.
Ich werde mich gemeinsam mit vielen Kolleg*innen weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass alle Patient*innen auch künftig die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Ich werde nicht aufhören, für die Rahmenbedingungen einzutreten, die eine gute, verlässliche und menschliche Versorgung ermöglichen. Dieser Beruf ist soziale Verantwortung gegenüber den Menschen, die mir seit Jahren ihr Vertrauen schenken. Dieses Vertrauen verpflichtet – und dafür lohnt es sich, Schulter an Schulter weiterzukämpfen.
Die externe Verlinkung zum Aktionsbündnis Psychotherapie, welches über die aktuellen Entwicklungen informiert und Hintergründe einordnet, stellt für mich an dieser Stelle ein Herzensanliegen dar!
Bitte sprechen Sie/sprecht mich bei Fragen gern an! Eure/Ihre Barbara Münnich
Externe Links, um mit Politiker*innen in Kontakt zu treten:
Abgeordnetenwatch: Fragen Sie Ihre Abgeordneten oder Kandidierenden
Abgeordnete im Deutschen Bundestag - Übersicht
Für NRW: Mitglieder des Landtages
Für Oberhausen: Mitglieder des Stadtrates
