"Selbst der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt."
Konfuzius
Herzlich Willkommen,
den Schritt zu wagen, sich Hilfe zu suchen, zeugt von Mut und Stärke! Umso mehr freue ich mich, Sie als Bezugsperson eines Kindes oder Jugendlichen oder dich selbst als betroffene Person heute auf meiner Homepage begrüßen zu dürfen.
Als approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin biete ich Verhaltenstherapie in Einzelsitzungen und in Gruppen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr an. Meine Psychotherapie-Praxis befindet sich am Höhenweg 133 im Norden Oberhausens, zwischen Sterkrade, Königshardt und Schmachtendorf.
Die Kostenübernahme erfolgt in der Regel durch die gesetzliche oder private Krankenversicherung.
Die wichtigsten Informationen über meine Angebote befinden sich auf dieser Website. Jedoch kann keine Homepage das persönliche Gespräch ersetzen. Eine Kontaktaufnahme zur Vereinbarung einer unverbindlichen Sprechstunde ist per E-Mail (bevorzugt) oder Telefon möglich.
Gesetzlich versicherte Jugendliche können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Einwilligung der Eltern psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Bitte zögere nicht, dich zu melden, falls du Infos dazu benötigst.
Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg,
Ihre/Deine Barbara Münnich
Achtung: Seit dem 1. April 2026 ist es Realität: Die Honorare für psychotherapeutische Leistungen wurden um 4,5 % gekürzt – und nein, das war kein Aprilscherz. Für uns Psychotherapeut*innen kam dieser Schritt ohne verlässliche Planungssicherheit, nach gerade einmal einem halben Monat, in einer Zeit, in der nahezu alle Kosten für Praxisbetrieb und Lebensführung spürbar steigen.
Mir ist wichtig auszuführen, worum es dabei wirklich geht, denn es geht nicht um „ein paar Euro weniger“, es geht nicht um kurzfristige Einbußen. Psychotherapeut*innen gehören seit jeher zu den Schlusslichtern der Vergütung im Gesundheitswesen. Wir arbeiten meistens in Einzelpraxen, im Verborgenen, bieten schützende Räume für die Themen, die im Außen häufig wenig Platz finden. Daher haben wir keine Lobby, wir nutzen keine teuren Apparate, verordnen keine Medikamente - wir sind einfach nah an unseren Patient*innen.
Die in der Öffentlichkeit genannten Honorarsteigerungen der vergangenen Jahre waren keine echten Zugewinne, sondern sind das Ergebnis höchstrichterlicher Entscheidungen, die lediglich zuvor deutlich zu niedrige Vergütungen korrigiert haben. Die der aktuellen Honorarkürzung zugrunde gelegten Stundensätze sind irreführend. Bei den angeblich erzielten Überschüssen handelt es sich NICHT um Nettostundenlöhne, sondern um Bruttoeinnahmen, die jemand mit einer regelmäßigen Wochenarbeitszeit von weit mehr als 50 Arbeitsstunden erzielen könnte. Als freiberuflich Tätige sind wir natürlich für sämtliche Kosten unserer Arbeit selbst verantwortlich und müssen von unseren Einnahmen unter anderem unsere Praxismiete, Strom- und Heizkosten, Studien- und Praxiskredite (in manchen Regionen weit über 100tsd. Euro pro Kassensitz!), Krankenversicherungen, Abrechnungsprogramme, Materialien und Pflichtmitgliedschaften in Berufsorganisationen bezahlen. Von dem Geld, was dann übrig, bleibt zahlen wir natürlich unsere Steuern und unsere Altersvorsorge. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein offenes Wort pflege: Niemand wird finanziell reich in meinem Beruf!
Die aktuelle Kürzung sendet daher ein deutliches Signal – nicht nur an unseren Berufsstand, sondern auch an alle Menschen, die auf psychotherapeutische Unterstützung angewiesen sind. Sie erfolgt auf Grundlage von Zahlen und Bewertungen, die aus unserer Sicht die Realität der Versorgung nicht angemessen abbilden.
Hinzu kommt: Die aktuelle Vorlage des Bundesgesundheitsministeriums zur geplanten Gesundheitsreform droht die Situation weiter zu verschärfen. Sollte hier nicht nachgebessert werden, besteht die reale Gefahr, dass künftig nur noch ein Bruchteil der bisher verfügbaren Therapieplätze angeboten werden kann. Etlichen Praxen droht sogar die Schließung, Nachwuchs bleibt aus. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen würde sich der Zugang zu dringend benötigter Hilfe damit erheblich weiter verschlechtern.
Psychische Erkrankungen betreffen viele Menschen – oft im Stillen, aber mit massiven Auswirkungen auf das Leben. Eine stabile, verlässliche und qualitativ hochwertige Versorgung braucht Rahmenbedingungen, die dieser Bedeutung gerecht werden.
Die externe Verlinkung zum Aktionsbündnis Psychotherapie, das über die aktuellen Entwicklungen informiert und Hintergründe einordnet, stellt für mich an dieser Stelle ein Herzensanliegen dar. Ich hoffe, dass sich Viele angesprochen fühlen, für ihre Rechte und eine angemessene Versorgung einzustehen – gern an unserer Seite, an der Seite der Psychotherapeut*innen. Denn wir setzen uns nicht nur für unsere Arbeitsbedingungen ein, sondern auch dafür, Themen sichtbar zu machen, die sonst oft hinter verschlossenen Türen bleiben.
Ich hoffe, hiermit für etwas Transparenz gesorgt und eine Einordnung ermöglicht zu haben. Ich möchte klarstellen, warum uns diese Entwicklung bewegt. Denn letztlich geht es nicht nur um unsere Arbeitssituation, sondern um die Zukunft einer Versorgung, auf die viele Menschen angewiesen sind.
Bitte sprechen Sie/sprecht mich bei Fragen gern an! Eure/Ihre Barbara Münnich
